: Infos für Kinder & Jugendliche

Wir haben was gegen Langeweile und nervige Eltern! Seit ein paar Wochen findet dein ganzes Leben nun zu Hause statt: Aufstehen, Frühstück, Schule, Kita, Mittagessen, vielleicht noch ein Film am Abend und dann geht’s wieder ins Bett. Immer das Gleiche! Dass hier schnell Langweile aufkommt, man genervt ist und sich mit seinen Eltern oder Geschwistern streitet, ist da kein Wunder. Hier findest du eine große Auswahl an Sport,- Spiel- oder Bastelangeboten, die keine Langweile aufkommen lassen. Wenn es doch mal zu viel wird und der Stress mit deinen Eltern nicht aufhört, findest du hier Hilfeangebote mit Telefonnummern und nützlichen Websites. Du bist in dieser Situation nicht allein!

  • Was hilft meinen Eltern?

    Damit es deiner Mutter oder deinem Vater besser geht, brauchen sie vor allem professionelle Hilfe. Du kannst keine psychische Erkrankung heilen, egal wie sehr du dich anstrengst.

    Der Verlauf der Erkrankung ist natürlich bei jedem Menschen anders. Aber mit Psychotherapie und eventuell mit Medikamenten, kann man sie in der Regel gut behandeln. Dabei ist es wichtig, dass die psychische Erkrankung früh erkannt wird und man schnell professionelle Hilfe von Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen bekommt.

    Psychotherapie
    Die Basis einer Behandlung ist eine Psychotherapie durch einen*eine Psycholog*in oder einen*eine Psychiater*in. Die Termine finden meistens einmal die Woche in einer Praxis statt. Die Therapie besteht nicht nur aus Gesprächen, sondern manchmal auch aus Aufgaben und Übungen.

    Klinik
    Wenn eine Therapie in einer Praxis nicht ausreicht, gibt es die Möglichkeit einer Behandlung in einer psychiatrischen Klinik. Dort bleiben deine Eltern über Nacht. Es gibt auch psychiatrische Tageskliniken, da gehen deine Eltern jeden Morgen hin und kommen abends wieder zurück.

    Medikamente
    Medikamente – sogenannte Psychopharmaka – können eine Psychotherapie unterstützen. Sie helfen z. B. sich besser zu entspannen oder zu schlafen. Je nach Erkrankung und Verlauf sind diese Medikamente nur vorübergehend nötig. Manchmal müssen sie auch länger eingenommen werden, um eine Verschlechterung zu verhindern.

    Sozialpädagog*innen
    Als zusätzliche Unterstützung für deine Familie können Sozialpädagog*innen dazukommen. Diese werden vom Jugendamt beauftragt oder deine Eltern beantragen eine eigene Unterstützung. Je nach Antrag und Bedarf helfen sie dabei, den Alltag zu strukturieren und unterstützen deine Eltern bei Kontakten zu Behörden. Familienhelfer*innen haben auch ein offenes Ohr für dich.

    Wie du siehst, gibt es eine ganze Menge Möglichkeiten. Du und deine Familie müsst nicht alleine zurechtkommen.

  • Und was ist mit dir?

    Wenn es Eltern nicht gut geht, hat das meistens auch Auswirkungen auf die Kinder. Vieles dreht sich Zuhause um die Erkrankung der Eltern und das ist nicht immer einfach. Natürlich erleben nicht alle Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen den Alltag gleich. Bei vielen gibt es bessere und schlechtere Zeiten.

    Auf jeden Fall sind es nicht die Kinder, die dafür sorgen müssen, dass es den Eltern gut geht. Du musst nicht alles alleine schaffen.

    Ohnmacht
    Allgemein geht es Menschen besonders schlecht, wenn sie glauben nichts an ihrer Situation ändern zu können. Dann fühlen sie sich ausgeliefert und ohnmächtig, weil sie keine Kontrolle haben. Geht es dir auch manchmal so? Dagegen kannst du etwas tun.

    Ideen
    Du kannst und darfst dir Unterstützung suchen, was Schönes machen und Spaß haben. Suche dir einen Ausgleich zu all dem Zuhause und Menschen, die dir gut tun. Hier ein paar Ideen, wie das gehen kann:

    • Vertrauensperson:Überlege, ob es jemanden gibt, mit dem du reden kannst, wenn es dir nicht gut geht oder du dir Sorgen um deine Eltern machst. Dies kann jemand in der Familie, Freund*innen, Nachbar*innen oder jemand in der Schule sein. - Freizeit: Auch, wenn du das Gefühl hast Zuhause “gebraucht zu werden”, nimm dir auch genügend Zeit für dich. Mach etwas Schönes in deiner Freizeit mit Freund*innen, im Verein oder einfach allein
    • Gruppen: Außerdem kann es gut für dich sein, an einer Gruppe für Kinder oder Jugendliche mit psychisch erkrankten Eltern teilzunehmen. Dort lernst du mehr über die Erkrankung und triffst andere, die in einer ähnlichen Situation sind wie du.
    • Professionelle Hilfe: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie dir und deiner Familie geholfen werden kann. Du kannst mit Ärzt*innen oder dem Jugendamt darüber sprechen.

    Notfall
    Wenn du jemanden zum Reden oder Hilfe und Informationen brauchst, kannst du auch folgende Nummern wählen:
    • Kinder- und Jugendnotdienst (in Hamburg: 040 42 84 90)
    • Kinder- und Jugendtelefon: 0800-111 03 33 (der Anruf ist kostenlos)
    • im Notfall kannst du immer 110 oder 112 anrufen.
    • Hier findest du eine Liste mit vielen Nummern, die dir helfen, wenn du vielleicht in einer Krise steckst und jemanden zum Reden brauchst.

  • Warum spricht kaum jemand über psychische Erkrankungen?

    Erzählst du anderen was bei dir Zuhause los ist? Darüber, dass deine Mutter oder dein Vater eine psychische Krankheit haben? Reden deine Eltern über ihre Erkrankung? Psychische Erkrankungen sind leider immer noch kein Thema worüber viele Menschen offen sprechen. Einige schämen sich und erzählen es deshalb niemandem oder ihnen macht das sogar Angst darüber zu reden. Wenn Eltern eine psychische Erkrankung verbergen, versuchen meistens auch die Kinder das solange wie möglich geheim zu halten. Beide Eltern und Kinder fühlen sich deshalb oft alleine.

    Zahlen
    Dabei ist in Deutschland jedes Jahr ungefähr jeder vierte Erwachsene von einer psychischen Erkrankung betroffen. Das heißt 18 Millionen! Es gibt also wahrscheinlich ein paar Menschen um dich herum, denen es ähnlich geht wie dir und deiner Familie. Zu den häufigsten Krankheiten zählen Angststörungen, Depressionen und Alkohol- oder Drogenabhängigkeit. Die Wissenschaft zeigt, dass jeder von einer psychischen Erkrankung betroffen sein kann (Link Warum sind meine Eltern psychisch krank?).

    Stars
    Sogar richtig berühmte und erfolgreiche Stars haben manchmal damit zu kämpfen, obwohl ihr Leben von außen so glücklich und einfach aussieht: Selena Gomez und Ariana Grande sprechen zum Beispiel offen über ihre Panikattacken und Depressionen. Oder der Schauspieler Leonardo DiCaprio. Er soll immer wieder sinnlose Handlungen wiederholen, wie etwa das Berühren von Gegenständen – man nennt das auch Zwangsstörung. Außerdem wachsen einige Stars mit Eltern auf, die psychisch erkrankt sind zum Beispiel Rihanna. Ihr Vater hat zu viel Alkohol getrunken und Drogen genommen.

    Unterstützung
    Für viele Betroffene ist es eine Erleichterung über die eigenen Erlebnisse zu sprechen. Außerdem werden psychische Erkrankungen so nach und nach weniger zu einem Tabu. Wahrscheinlich haben deine Eltern schon jemanden, mit dem/der sie sprechen können. Aber auch du kannst dir Unterstützung holen.

  • Warum sind meine Eltern psychisch krank?

    Wahrscheinlich hast du irgendwann gemerkt, dass bei euch Zuhause nicht alles so läuft wie bei vielen deiner Freunde. Deine Mutter oder dein Vater haben sich manchmal komisch verhalten, waren zum Beispiel immer müde und konnten sich über nichts freuen. Oder sie sind ängstlich geworden und haben sich nicht mehr nach draußen getraut. Irgendwann sind sie vielleicht in die Klinik gegangen oder haben eine Therapie angefangen und du hast erfahren, dass sie eine psychische Erkrankung haben. Eventuell weißt du sogar welche: Depression, Angststörung, Bipolare Störung, Schizophrenie. Es gibt einige. Aber warum sind sie krank geworden? Woher ist diese Erkrankung gekommen und wird das vererbt?

    Gründe
    Auslöser für psychische Erkrankungen sind eine Kombination aus drei verschiedenen Faktoren1, die zusammen kommen:

    1. Biologische Faktoren z. B. Gene oder Verletzungen des Gehirns
    2. Psychologische Faktoren z. B. schlimme Unfälle oder Gewalterfahrungen
    3. Umweltfaktoren z. B. Stress bei der Arbeit oder Streit

    Es gibt somit nicht die “eine” Erklärung, warum einige Menschen psychisch erkranken und andere nicht. Es ist aber ganz klar, dass weder deine Eltern etwas dafür können, noch du.

    Gene
    Aber was bedeuten diese “biologischen Faktoren” für dich? Wirst du auch krank werden, weil deine Eltern krank sind und die Gene weitergegeben haben? Nein, denn die Biologie ist ja nur einer der drei Faktoren, die psychische Erkrankungen auslösen können. Durch die Wissenschaft wissen wir, dass niemand die Krankheit direkt erbt und sie auch nicht ansteckend ist. Allerdings erhöhen Gene das Risiko auch eine psychische Erkrankung zu entwickeln.

    So bleibst du gesund
    Deshalb ist es wichtig, dass du gut auf dich achtest, genug schläfst, dich bewegst und Kontakt zu Freundinnen und Freunden hast. Wenn es dir mal nicht gut geht, dann sprich mit anderen darüber. So kannst du selbst dazu beitragen gesund zu bleiben.

    Quellen:
    1Biopsychosoziales Krankheitsmodell Engel, 1980

  • Corona, meine Familie und ich

    Die Welt ist gerade ganz schön verrückt, denn seit einigen Wochen gibt es nur noch ein Thema: den neuen Virus SARS-CoV-2, der die Krankheit COVID-19 auslösen kann oder einfach gesagt “Corona”. Corona ist uneingeladen in unser aller Leben getreten, wirbelt im Alltag einiges durcheinander und sorgt für viel Stress. Das konntest du bestimmt in deiner Familie, bei deinen Eltern, aber auch bei dir selbst feststellen. Und du fragst dich vielleicht: Warum verhalten sich einige so komisch? Von Panikkäufen, Demonstrationen bis hin zu vollkommener Abschottung.

    Krisenstrategien
    In unserem Gehirn sind jahrtausende alte Krisenstrategien installiert, die nun abgerufen werden. Es gibt drei besonders wichtige Strategien: fight (kämpfen), flight (flüchten) oder freeze1 (einfrieren).
    Jeder Mensch nutzt gerade irgendeine dieser Strategien. Die “fighter” wollen das Virus mit allen Mitteln bekämpfen, Hände waschen etc. und sind vielleicht total wütend, wenn sich andere nicht an die Bestimmungen halten. Andere, die “flighter” versuchen zum Beispiel vor dem Virus zu flüchten. Sie fahren aufs Land oder bleiben so gut es geht Zuhause. Und die “freezer” sind in eine Art Schockstarre verfallen. Manche wollen das alles einfach gar nicht wahrhaben und reden sich ein, dass das Virus gar nicht so schlimm ist.

    Stress und Streit
    Es ist ganz normal, dass Menschen unterschiedlich reagieren, wenn sie einer Gefahr ausgesetzt werden – besonders, weil wir Corona auch nicht sehen können. Aber das kann dazu führen, dass wir uns darüber streiten was “richtig” ist. Wer hat Recht? Wie sollte man sich verhalten? Wir alle sind ganz schön unter Stress geraten. Die Corona-Bestimmungen schränken uns schon seit Wochen ein. Freunde treffen, Schule, Arbeit – das alles geht im Moment nicht normal. Besonders schwierig ist die Situation für Menschen, denen es vorher auch schon nicht gut ging. Die mit Angst, Depression oder anderen psychischen Belastungen leben. Der neue Corona-Stress kann diese Symptome noch schlimmer machen und so grübeln einige zum Beispiel sehr viel, waschen sich unaufhörlich die Hände oder sind total gereizt.

    Für dich
    Wenn du dich und deine Familie in dem Ganzen wiedererkennst, haben wir noch ein paar Ideen, die dir hoffentlich in dieser schwierigen Situation helfen. Versuche daran zu denken, dass

    1. es total normal ist, dass es uns gerade nicht so gut geht.
    2. die anderen in deinem Leben eine andere “Krisenstrategie” haben können.
    3. du etwas für dich selbst tun kannst. Tipps findest du hier: Beratungsstellen und Krisenhilfe.

    Quelle:
    1Cannon, W.B. Bodily changes in pain, hunger, fear and rage. 2. New York: Appleton, Century, Crofts; 1929

  • Das Drin-Bleib-Monster begleitet Kinder und Familien in der Corona-Zeit

    Das Drin-Bleib-Monster ist kein weiteres Erklärbuch über das Corona-Virus. Es nimmt dich mit in die Erlebniswelt von Alma und dem „Drin-Bleib-Monster“ und begleitet dich in dieser schwierigen Zeit. Du findest in den Buch auch Ausmalbilder oder Bastelanleitungen, die dir helfen, wenn mal Langeweile aufkommt.

  • Online-Hausaufgabenhilfe vom Freiwilligen Zentrum Hamburg

    Ob Du Grundschüler, Schüler von weiterführenden Schulen oder Berufsschüler bist, das Freiwilligen Zentrum Hamburg vermittelt Dir im 1:1 Online-Coaching Freiwillige, die dich online bei deinen Hausaufgaben unterstützen.

    Was du dafür brauchst?

    • ein gut funktionierender Internetzugang

    • ein Computer mit Kamera, Lautsprecher und Mikrofon (Headset)

    • Empfehlung: Als Browser bitte Google Chrom verwenden.

    • oder ein Handy bzw. Tablet mit der kostenlosen App „Ecclesias“.

    Wenn Du Hausaufgabenhilfe brauchst, melde dich einfach unter info@freiwilligen-zentrum-hamburg.de

  • Das Corona-Sorgen-Telefon hilft weiter bei Schul- oder Erziehungsproblem

    Der Lebensalltag steht gerade bei vielen Kopf! Schüler und Eltern sind dabei besonders auf die Probe gestellt. Eine Diskussion hier, ein Streit da – nichts ungewöhnliches in dieser besonderen Situation. Abhilfe schafft ab sofort das Corona-Sorgen-Telefon der Schulbehörde. Von montags bis freitags von 9.00-16.00 Uhr, können sich Eltern und Schüler*innen telefonisch Unterstützung holen. Das Angebot wird von den regionalen Bildungs- und Beratungszentren der Schulbehörde gestellt. Fachberater*innen geben Tipps bei Lernproblemen, Schulschwierigkeiten, Erziehungsfragen und Kinderschutz. Sie kennen die Sorgen und Nöte von Familien in schwierigen Lebenslagen und Krisen. Dabei ist die Beratung anonym, vertraulich und kostenlos.

    Die Nummern des Corona-Telefons:

    (040) 428 12 8209 | (040) 428 12 8219 | (040) 428 12 8050

    Weitere Informationen finden Sie hier

  • Das Interview zum Corona-Sorgen-Telefon - im Gespräch mit Clemens von Lassaulx

    Clemens von Lassaulx leitet eine der Beratungsstellen, die sich jetzt mit dem Angebot eines Sorgen-Telefons mit einem offenen Ohr an Eltern und Schüler*innen richtet. Wir von A: aufklaren wollten nochmal genauer wissen, was es mit dem Beratungsangebot auf sich hat und haben Herrn von Lassaulx einige Fragen gestellt.

    A: Was bieten die Regionalen Bildungs- und Beratungszentren (ReBBZ) in Zeiten von Corona an?

    Clemens von Lassaulx: Grundsätzlich stehen die ReBBZ mit ihren beiden Abteilungen, den Bildungs- und den Beratungsabteilungen, auch während der Corona-bedingten Schulschließungen sowohl für die Not-Betreuung ihrer Schülerinnen und Schüler als auch für ratsuchende Eltern, Kinder und natürlich auch für Schulen zur Beratung und Unterstützung zur Verfügung.

    A: Wer kann bei Ihnen mit welchen Fragen anrufen?

    Clemens von Lassaulx: Das Corona-Sorgen-Telefon richtet sich in erster Linie an Eltern und Kinder. Viele Fragen betreffen die Organisation des häuslichen Lebens. Wenn zum Beispiel alle Familienmitglieder nicht mehr wie sonst zur Arbeit oder in die Schule gehen können, die eigene Wohnung zum Büro oder zum Klassenraum wird und die Freizeit-Angebote außerhalb der eigenen vier Wände sehr eingeschränkt sind. Hieraus ergeben sich praktische Fragen („wie strukturieren wir unseren Tagesablauf?) und manchmal jede Menge Konflikte im Zusammenhang mit Schule und Erziehung. Vieles dreht sich um die Nutzung digitaler Medien oder PC-Spielen. Die Anrufer haben aber auch Sorgen und Ängste um ihren Arbeitsplatz, ihre Gesundheit und um ihre Zukunft.

    A: An wen können sich Kinder und Jugendliche wenden?

    Clemens von Lassaulx: Unser Corona-Sorgen-Telefon ist selbstverständlich auch ein Angebot, das sich an Kinder und Jugendliche wendet. Gerade, wenn Kinder nicht mehr ihre Freunde treffen oder andere Außenkontakte pflegen können. Wenn die Eltern ständig präsent sind, ergeben sich hieraus oftmals Konflikte.

    A: Warum sollten alle Mut haben sich Unterstützung zu holen?

    Clemens von Lassaulx: Die gegenwärtige Situation ist so außergewöhnlich, dass keiner von uns auf schon erprobte oder gar erfolgreiche Handlungsmuster zurückgreifen kann. Umso wichtiger ist es, sich selbst die eigenen Nöte und Sorgen einzugestehen, sich darüber auszutauschen. Unterstützung kann dabei zum Beispiel ein Anruf bei unserem Corona-Sorgen-Telefon bieten. Keiner hat „Schuld“ an der jetzigen Situation, niemand muss sich dafür schämen, um Unterstützung zu bitten und Hilfe anzunehmen.

    A: Haben Sie noch einen guten Tipp für den Alltag zu Hause?

    Clemens von Lassaulx: Oft hilft es, Zeiten von Arbeit oder von der Erledigung schulischer Aufgaben von Zeiten zur freien persönlichen Verfügung abzugrenzen. Dann sollte es auch Zeiten geben, die gemeinsam mit den Familienmitgliedern verbracht werden. Wenn das dann noch auf einem für alle sichtbaren Plan festgehalten ist, müssen viele kleine Dinge des Alltags nicht jedes Mal neu ausgehandelt werden.

    A: Vielen Dank und bleiben Sie gesund, Herr von Laussaulx.

    Die Nummern des Corona-Telefons:

    Mo-Fr 9.00-16.00 Uhr - (040) 428 12 8209 | (040) 428 12 8219 | (040) 428 12 8050

  • Beratungs-Hotline in der Familienberatungsstelle für seelische Gesundheit

    Fabera Rautenberg bietet montags bis freitags eine Beratungs-Hotline für Kinder und Eltern an. Beratungsthemen sind: Probleme und Alltagssorgen rund um das Kind, psychische Belastungen der Familie oder eines einzelnen Familienmitglieds, Betreuungsmöglichkeiten zu Hause oder zur Erziehung. Außerdem finden Familien auf der Homepage www.jwrg.de viele Tipps für den Alltag zu Hause.

  • ALLE ZUHAUSE! Viel Zeit füreinander, aber auch Streit, Stress und Ärger? Der Kinderschutzbund hilft Dir!

    Um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, sind derzeit Kinder und Jugendlichen zuhause, ihre Eltern müssen sich neu organisieren und Familien können keine Angebote mehr nutzen. Schule, Jugendclubs, Vereine, Spielplätze, Beratungsstellen und Hilfeeinrichtungen haben geschlossen. Das kann zu Stress und Konflikten in der Familie führen! Um Dir, einer Freundin oder einem Freund in dieser Zeit zu helfen, haben die Einrichtungen des Kinderschutzbundes ihre telefonischen Beratungszeiten stark ausgeweitet. Ruf an! Sprechen hilft – auch anonym.

    Elterntelefon - auch für Kids: 0800 111 0 550

    Kinderschutzzentrum Hamburg: (040) 491 00 07

    Kinderschutzzentrum Harburg: (040) 79 01 04 0

    Erziehungsberatung Burgstraße: (040) 43 29 27 20

    Mehr zu den Angeboten des Kinderschutzbund Hamburg findest Du unter www.kinderschutzbund-hamburg.de

  • Telefonische Sprechstunde für Kinder und Jugendliche psychisch erkrankten Eltern bei wellengang.hamburg

    Unter der Telefonnummer (040) 386 666 935 erreichen betroffene Kinder, Eltern, Angehörige oder Fachkräfte, geschulte Therapeuten, die ihnen mit Rat und Tat zum Thema „Kinder psychisch erkrankter Eltern“ zur Seite stehen.

    Die Sprechstunde richtet sich an alle, die Unterstützung benötigen, Fragen zur psychischen Erkrankung haben, nach passenden Angeboten suchen oder Beratung im Umgang mit dem Thema benötigen. Auch Fragen und Anmeldungen zur wellengang Kindergruppe können in der Sprechstunde geklärt werden.

    Dank der Unterstützung des Hamburger Spendenparlaments bietet wellengang.hamburg seit Herbst 2019 zweimal in der Woche die telefonische Sprechstunde für Hilfesuchende an.

    Neben der telefonische Beratung bietet wellengang.hamburg auch eine Kontaktaufnahme per Mail an: beratung@wellengang-hamburg.de.

    Mo 16.00-17.00 + Do 10.00-11.00 | (040) 386 666 935

  • Telefonische Beratung auch für Kinder und Jugendliche bei SeelenHalt

    Wenn ein Elternteil in eine seelische Krise gerät oder psychisch erkrankt ist, leisten alle Familienmitglieder viel, um den Alltag zu bewältigen. Sie brauchen besondere Unterstützung. Das Projekt SeelenHalt bietet während der Corona-Pandemie betroffenen Eltern, ihren Kindern, Partnerinnen, Partnern und Angehörigen eine Beratung per Mail oder Telefon – unverbindlich und kostenfrei.

    Angeboten werden entlastende Gespräche, Unterstützung bei der Bewältigung von Konflikten und gemeinsame Überlegungen, welche weiteren Hilfsangebote hilfreich sein können. Neben professionellen Hilfen, können das auch Unterstützer*innen aus dem Umfeld der Familie sein wie Freund*innen, Nachbar*innen oder Vereine und Gemeinden.

    Di- Fr (040) 306 20-250 oder SeelenHalt@diakonie-hamburg.de

  • PFIFF-Beratungstelefon für Kinder & Jugendliche

    Ist zuhause alles so laaaangweilig? Ist die Stimmung schlecht, weil alle so eng aufeinander hocken? Für diese und andere Fälle hat PFIFF-Fachdienst für Familien ein zusätzliches Beratungstelefon für Eltern und Kinder eingerichtet. Es steht allen zur Verfügung, die sich unkompliziert und auf Wunsch auch anonym beraten lassen wollen. PFIFF hat fast 30 Jahre Erfahrung in der Alltagsbegleitung von Familien. Aus dieser Erfahrung heraus wissen die Mitarbeiter*innen bei PFIFF, dass ein Gespräch mit einer außenstehenden Person sehr helfen kann. Dabei kann die besondere Lebenssituation ohne Schule und Nachmittagsbetreuung Thema sein, oder andere Dinge, die durch den sehr veränderten Alltag schwierig geworden sind.

    Die Beratung wird durch die Unterstützung der Bürgerstiftung Hamburg ermöglicht und von erfahrenen Beratungskräften durchgeführt.

    Mo/ Mi/ Fr jeweils 10 - 12 Uhr | (040) 410984 8113 | www.pfiff-hamburg.de

  • Beratungsstelle Kompaß für Kinder und Jugendliche alkoholabhängiger Eltern

    „Deine Eltern trinken. Und wie geht es dir?“ Die Hamburger Beratungsstelle Kompaß unterstützt Kinder und Jugendliche, deren Väter oder Mütter alkoholabhängig sind. Kompaß berät und hilft - kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch anonym.

    Telefonische Beratung für betroffene alkoholbelastete Familien:

    Mo und Mi 13 - 16 Uhr, Di, Do und Fr 10 - 13 Uhr

    Tel.: (040) 279 22 66

    www.kompass-hamburg.de

    Wer über Einzel- oder Gruppenchat Unterstützung suchen möchte, kann dies bei Nacoa-Deutschland erhalten: beratung-nacoa.beranet.info

  • Sportstunde at home - Alba Sport kommt zu Dir

    Nur rumhängen und chillen – das hält doch keiner so lange aus. Jeden Tag von Montag bis Freitag postet Alba Sport um 9 Uhr eine neue Folge der Kita-Sportstunde. Um 15 Uhr folgt eine neue Schul-Sportstunde für Grundschüler (Mo., Mi., Fr.) und für Oberschüler im täglichen Wechsel (Di., Do.).

    Kontakt: sportstunde@albaberlin.de

  • Rätseldino – Knobeln bis Corona uns wieder raus lässt

    Hier warten viele verschiedene, spannende Rätsel auf kleine und große Rätselfreunde. Da ist für jeden Knobelgeschmack was dabei. Zahlenrätsel wie Sudoku, Kakuro, Arukone und Hashiwokakeru fordern das logische Denken mit Zahlen, Kreuzworträtsel das Wissen und das Gedächtnis heraus. Bei Drudeln, Scherzfragen und Teekesselchen ist das kreative Denken gefragt. Fehlersuchbilder und Labyrinthe Rätsel machen vor allem Kinder ein riesen Spaß.

    Kontakt: www.raetseldino.de/

  • Unruhig? Nervös? Wie ein Tiger im Käfig? Chill mal!

    Dir fehlen das Rausgehen und die Bewegung? Die ganzen Nachrichten machen Dich nervös? Du musst mal abschalten? Da hilft eine professionelle Entspannung (Fachbegriff: Progressive Muskelentspannung nach Jacobson). Nimm Dir 20 Minuten Zeit und dieses YouTube-Video – bereitgestellt von der AOK Rheinland/ Hamburg. Weitere Audiostücke als mp3 zum Downloaden stellt die Techniker Krankenkasse zur Verfügung.

  • Dein FEZ für zu Hause

    Schon mal in Berlin gewesen? Damals vor Corona? Im Freizeit- und Erholungszentrum – FEZ in der Wuhlheide? Das kommt jetzt auch direkt nach Hause. Man muss da gar nicht mehr hinfahren. Hier gibt es Experimente, interessante Spiele, Tipps, Tricks und viele Ideen, für kreative und spannende Zu-Hause-Tage für große und kleine Leute.

  • Wo keine Struktur ist, muss man sie erfinden! Warum Alltagstrott gar nicht so blöd ist – Teil 1

    Häusliche Isolation und Quarantäne sind für uns alle herausfordernd. „Damals“ gab es feste Zeiten durch Schule, Stundenplan, Mittagspause und Training. Wahrscheinlich hast Du nicht mal drüber nachgedacht. Und sie sind sehr nützlich. Man muss weniger darüber nachdenken, was als nächstes kommt. Das aktuelle Leben ist vorhersehbar und der Körper hat seinen Rhythmus. Das alles lässt uns gesund bleiben. Ausnahmen verstehen sich von selbst.

    Jetzt, wo das alles wegfällt, musst Du Dich selbst organisieren oder deine Eltern machen das – Struktur und Rituale sind zwei Zauberwörter. Manche hatte man schon früher und wenn sie nützlich waren und es irgendwie geht, dann mach sie weiter. Manche muss man neu erfinden oder sollte sie loswerden. So ist man im Kopf schon mal beschäftigt und von Tag zu Tag entsteht mehr Gewohnheit.

    Wir haben ein paar Ideen, die jetzt vielen Menschen helfen, zusammengetragen:

    Eine Tagesstruktur einhalten:

    • aufstehen wie auch vor Corona, vielleicht Montag bis Freitag zur selben Zeit und am Wochenende etwas anders
    • abends zu der Zeit schlafen gehen wie sonst auch
    • feste Schulzeiten überlegen, da hilft auch der Stundenplan
    • Essenszeiten bewusst setzen
    • Aktive Abschnitte mit ruhigen Dingen abwechseln

    Beweg Dich:

    • Gehe raus, fahre Rad, gehe neue Wege und mal um andere Ecken, Entdecken die Stadt, kleine Parks, Trimm-Dich-Pfade, Kleingartenanlagen, Wälder oder Wohnstraßen. Es ist Frühling – ab an die frische Luft.
    • Oder mach drinnen Sport – auf YouTube gibt es viele Angebote – Yoga, Workouts, Parcour-Basics – da lässt sich was finden – wir haben auch ein paar für Dich rausgesucht.
    • Mach Deine persönliche Challenge: Liegestütze, Sit-ups, Seilspringen, Laufen, Hanteltraining

  • Weil Alltagstrott gar nicht so blöd ist, kommt hier die Fortsetzung zu Struktur und Ritualen – Teil 2

    Wie war das mit Tagesablauf und sich bewegen? Schon ausprobiert? Wir haben hier noch ein paar echt gute Ideen für Dein gesundes Leben zu Hause:

    Besinne Dich auf Deine Stärken:

    • Was kannst Du gut und was macht Dir Freude?
    • Welches Hobby wäre mal interessant? Hast Du Lust auf ein Thema?
    • Bereite anderen kleine Freuden
    • Hast Du schon mal richtig was gemeistert? Warst Du stolz auf Dich?
    • Was war heute gelungen?

    Konsumiere Medien bewusst und gezielt:

    • Wähle wenige Informationsquellen aus, wo Du Dich zu Corona-informierst
    • Mache mit Dir selbst Verabredungen aus, wann Du Nachrichten konsumierst (vielleicht nicht mehr von dem Schlafengehen)
    • Lese bewusst andere Dinge als Corona-Nachrichten
    • Schalte den News-Feed auf Deinem Handy aus
    • Sprich mit anderen über das, was Du hörst, siehst und liest
    • Frage, wenn Du etwas nicht verstehst

    Kontakte über Videotelefonie pflegen:

    • Na das kannst Du ja …
    • Du fühlst Dich einsam? Dann melde Dich bei einer Beratungsstelle und sprich darüber. Zusammen könnt Ihr überlegen, wie Du mehr Kontakt zu anderen Leuten haben kannst und zu wem. Gutes Gelingen.

  • Brain-Food - auch Dein Hirn braucht Nahrung

    Du interessierst Dich für Mittelalter, Römer, schlaue Forscherinnen, berühmte Dichter und Denker, Klimawandel und Technik? Du hast Zeit Dir ordentlich was in Dein Hirn reinzuziehen. Dann los! Bei Planet-Schule kannst Du Dich so richtig aufschlauen. Hier findest Du auch genug Input für Deine Hausaufgaben.

    www.planet-schule.de

  • PARKOUR – Haus-Aufgaben für Dich

    Du könntest die Wände hochgehen. Kein Laternenpfahl ist vor Dir sicher? Das klingt nach Parkour. DIE HALLE – Hamburgs Parkour Creation Center im Oberhafen hat tolle Ideen für alle Bewegungshungrigen. Leider muss DIE HALLE aktuell auch zu bleiben, aber auf YouTube stellen sie für Euch Haus-Aufgaben für drinnen und draußen vor. Übe Prezis, Parkour-Rolle und trainiere Deine Balance, denn nichts kann Dich aufhalten, nicht mal Corona.

    www.diehalle.hamburg

  • Andern in die Stube geschaut – das Storchennest von Fiete und Erna in den Viermarschlanden

    Andern in die gute Stube schauen ohne selbst das Haus zu verlassen? Technik und die Webcam vom NABU machen es möglich. Besser geht’s nicht, wenn man zu Hause bleiben muss.

    Das Storchpaar Fiete und Erna haben am 6. April wieder ihr Nest bezogen. Schaut immer mal rein. Im Moment ist Frühjahrsputz, später wird gebrütet und dann gibt es hungrigen Storchennachwuchs.

    Hier könnt ihr die Störche live beobachten

  • Kostenloser Zugang zu den digitalen Medien der Hamburger Bücherhallen

    Am 18. März 2020 kam eine tolle Idee ins Haus geflattert: Die Hamburger Bücherhallen bieten einen kostenlosen Zugang zu ihren digitalen Angeboten. Anmelden können sich nur Menschen, die aus Hamburg sind. Egal, ob du Kind oder Jugendlicher bist. Auch Deine Eltern dürfen mitmachen.

    Für mehr Informationen einfach auf den Link gehen und weitere Infos nachschauen. Viel Spaß!